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Reiseberichte

St. Lucia - Die Perle der Karibik - Über und Unterwasser

von mudskipper am 21.09.2005 10:53 Uhr

St. Lucia - Die Perle der Karibik - Über und Unterwasser


Resisezeit: November 1999


Endlich ist es soweit, die feuchtkalten Novembertage haben wir hinter uns gelassen, und sind nach 14-stündiger Flugreise und nach einer ca. 1-stündigen Taxifahrt, durch kleine Dörfer und über eine abenteuerliche Straße, im Hotel Anse Chastanet angekommen. Da es bereits Dunkel geworden ist, können wir nur ahnen, daß wir tief im Regenwald angekommen sind. Unzählige Glühwürmchen, und das extrem laute Zirpen der Grillen ist dem Zivilisationslärm gewichen.

Erst am nächsten Morgen können wir die volle Pracht der üppigen Natur genießen, inmitten welcher die einzelnen Bungalows des Anse Chastanet Hotels errichtet sind. Bouganville, Palmen, Callistemon, Hibiskus, Weihnachtssterne in XXL-Ausführung werden von bunten Kolibris umschwirrt. Die Zimmer sind mit "local materials" eingerichtet, mit traditionellen Stoffmustern geschmückt und mit handgemalter Fauna und Flora dekoriert. Da die 8-eckigen Bungalows mit in Summe 48 Zimmern an einen Hang gebaut sind, sind diese durch unzählige Stufen verbunden. Auf halber Höhe befindet sich ein Restaurant mit Bar, Bibliothek und der Rezeption.


















Nach dem Frühstück, mit Pole Position Blick auf den Gros und Petit Piton (den Wahrzeichen von St. Lucia), steigen wir hinab zum Strand, der umgeben von den bewaldeten Hügeln, in einer kleinen Bucht liegt, mit Schatten spendenden Palmen bewachsen ist, und mit Beachbar, Restaurant, 3 kleinen Shops, einem Spa und, dem wichtigsten, der Tauchbasis ausgestattet ist. Angelangt bei "Scuba St. Lucia" hilft uns das überaus freundliche Personal bei den Formalitäten und dem Deponieren unseres Equipments. Es werden täglich zwei Hausriff Tauchgänge und zwei Bootstauchgänge in die nähere Umgebung angeboten. Zweimal pro Woche wird ein Nachttauchgang angeboten. Tauchen, selbst am Hausriff, ist ohne Guide nicht möglich Handschuhe zu tragen ist verboten. Die Basis ist amerikanisch perfekt geführt und mit ausreichend freundlichen Personal besetzt ,das den Gästen hilfreich die Schlepperei zum Tauchboot abnimmt. Scuba St. Lucia ist eine PADI Basis, die jedoch nach sämtlichen internatioanlen Brevets (PADI, SSI, NAUI, usw.) ausbildet.

Die Basis hat drei Tauchboote, die auch für die Ausflüge benutzt werden. Leihequipment zum Schnorcheln, Tauchen und Fotografieren ist ausreichend vorhanden. Außerdem steht für Fotofans ein E6-Labor zur Verfügung. Ein Fotograf oder Kameramann für Videofilme ist bei jedem Check In Dive mit dabei und kann für jeden weiteren Tauchgang gebeten werden mitzukommen. Wir buchen einen 6er Block Tauchgänge und tauschen einen gratis Schnuppertauchgang gegen den Check In Dive am Hausriff, welchen wir erst für den zweiten Tag geplant haben, da wir von der langen Reise noch ziemlich groggy sind. Nun können wir uns am Sandstrand, unter einer der riesigen Palmen, mit unseren ersten karibischen Cocktails entspannen.

Am nächsten Morgen, ausgeruht und neugierig auf die karibische Unterwasserwelt, legen wir unser Equipment an. Nach ausführlichem Briefing (inkl. Erläuterung der Umrechnungen metrisches - amerikanisches Einheitensystem der Tiefenmessung und des Flaschendruckes für die Leihregler) queren wir zunächst den schmalen Strand vor der Tauchbasis, um in der angenehm temperierten karibischen See, die geschätzte Bleimenge zu testen, und unserem Diveguide zu zeigen, daß wir routinierte Taucher sind. Auf 3-Meter Tiefe einmal Maske ausblasen bitte, und Regler suchen. Alles O.K.-Zeichen und ab geht es in die Tiefe des Hausriffs.

Der erste Tauchgang führt uns entlang einer Kante bis auf 21 Meter. Beachtliche Ansammlungen von Schwämmen, Hirnkorallen, Gorgonien, Schwarzen Korallen und zahllosen Fische, die wir erst nach dem Tauchgang mit unserem Bestimmungsbuch näher definieren können, begleiten uns in die tiefblauen Abhänge des Hausriffes.

Das Riff, sowie die zwölf in maximal 20 minütiger Bootsfahrt entfernten Divesites befinden sich in einem Unterwasserschutzgebiet an der südwestlichen Küste von St. Lucia. Im Norden endet das Schutzgebiet nach unserem Hotel, im Süden ist es begrenzt durch die beiden Pitons. Die Tauchplätze haben die klingenden Namen wie Turtle Reef, Trou Diable, Pinnacles, Supermans Flight, Piton Wall, Coral Gardens und Fairyland. Der Zweck dieses Schutzgebietes ist es, den Fischbeständen zu ermöglichen sich zu regenerieren, um einen gesunden Fischbestand sicherzustellen.
Diese Gebiete von hohem ökologischem Wert, sind zum Schutz sämtlicher Unterwasserfauna und -flora und zur Freude von Tauchern und Schnorchlern reserviert worden. Es ist in Fischereigebiete, Erholungsgebiete (öffentliche Strände), Mehrzweckgebiete und Anlegestellen für Yachten, wo eine Vielzahl von Ankerbojen für die besuchenden Yachten bereitgestellt sind, unterteilt. Somit ist die SMMA (Soufriere Marine Management Area) für uns Taucher durch die große Anzahl von Meereslebewesen und deren Artenvielfalt besonders wertvoll.

Bei unseren Tauchgängen konnten wir Müränen, Kofferfische, Langusten, Krabben in Schwämmen sitzend, riesige Hirnkorallen mit geschätztem Durchmesser von ca. 3,5 Metren (tatsächlich wahrscheinlich 2,5 Meter), Feuerwürmer, Kugelfische, Wimpelfische, Barrakudas, Parrotfische, Schnapper, Falterfische, Grunzer, Trompetenfische, und unzählige Riffbarsche (die gelb-weiß gestreiften), sowie unsere Lieblinge: Wasserschildkröten beobachten. Am meisten beeindruckte mich der Tauchgang bei den Pinnacles. Dort befinden sich zwei nebeneinander liegende mit üppigem Korallen bewachsene Felsspitzen (ca. 50 Meter Umfang) beginnend bei ca. 20 Metern Tiefe, aufsteigend bis knapp unter die Wasseroberfläche. Bei unserer Tauchtiefe von ca. 18 Meter kann man auf dem Rücken schwimmend der steil ansteigenden, mit Korallen und Schwämmen überwucherten, Felswand entlang durch das klare Wasser bis an die Wasseroberfläche blicken. Und an der Sohle, genau zwischen den beiden Felsspitzen, an der schmalsten Stelle, befindet sich eine Behausung von einem Langustenpärchen. Die Tauchgänge sind sehr angenehm, da immer nur zwei kleine Gruppen von ca. je 4 bis max. 6 Tauchern von einem ortskundigen einheimischen Guide begleitet werden.


Unser Hausriff ist auch sehr beliebt bei den Gästen anderer Hotels, und wir können Tauchboote beobachten, auf denen riesige Gruppen (bei 50 Tauchern hatte ich aufgehört zu zählen) die ca. eine 1/2 Stunde benötigen um nacheinander ins Wasser zu springen und anschließend noch ewig im Wasser tümpeln bis zum Zeichen Abtauchen. Auch eine Riesige Schnorchelgruppe (ausgetattet mit gelben Schwimmwesten) erheitert einmal unser Gemüt. Diese Gäste kommen auf ihren Booten und verlassen die Bucht wieder, ohne an Land zu kommen. So haben wir beim Sonnenbaden rege Unterhaltung und nach dem Abzug der Invasion der Touristentruppen haben wir die Bucht wieder fast für uns alleine.

Am Tauchplatz Trou Diable entdeckt Monika etwas und versucht mit heftiger Hand-Arm-Körpersprache mich auf etwas Aufmerksam zu machen. Unsere Tauchgruppe ist schon etwas voraus, und ich habe Schwierigkeiten mich so umzudrehen, daß ich das Objekt ihrer Begierde zu Gesicht bekomme. Ich schaffe es dennoch, und befinde mich nur einen knappen Meter schräg neben einer großen Wasserschildkröte, die auf einem Felsvorsprung sitzt. Wir können das maritime Reptil einige Zeit genau beobachten, bis es sich, offensichtlich genervt, mit kräftigen Schwimmbewegungen rasch entfernt. Leider hat eine Flutwelle, ein Ausläufer des im Norden der Karibik wütenden Hurricans Lennie, die sich in der Bucht vor dem Hotel befunde Seegraswiese weggeschwemmt, und somit mußten sich die dort lebenden Seepferdchen leider ein anderes Plätzchen suchen.

Wir tauchen nur jeden zweiten Tag, um auch Ausflüge ins Landesinnere zu machen. Gleich im nächsten Tal nördlich des Hotels Anse Chastanet befindet sich der naturbelassene Strand Anse Mamin, der auch zum Areal des Hotels gehört. Hinter diesem sind die historischen Überreste einer alt-französischen Zuckerrohrplantage aus der Kolonialzeit.
Das hoteleigene Wassertaxi gesteuert von "Jungle" bringt uns dort hin, und wir haben eine sehr interessante Führung. Wir erfahren einiges über die Flora und Fauna der damaligen und heutigen Zeit, und die furchtbaren Lebensumstände der Sklaverei.

Ein weiterer Ausflug führt uns zu den obligatorischen Sulphur Springs, einem erloschenen nach Schwefel stinkenden und blubbernden ca.40000 Jahre alten Vulkan, wo ich eine grüne Kokosnuß von einem einheimischen Straßenverkäufer (welche manchmal sehr aufdringlich werden können) erstehe, und mit dieser Delikatesse, meinen Durst löschen kann. Danach besuchen wir den Botanical Garden in dessen Mitte sich die Diamond Waterfalls befinden, welche mit ihrem schwefelhältigem Wasser die Diamond Mineral Bath speisen. Wir nehmen ein Kurbad im warmen Schwefelwasser, wie König Ludwig der XVI. der die Bäder für die leichtere Akklimatisierung seiner Truppen ausbauen ließ.

Mit dem Schnellboot fahren wir vorbei an kleinen Buchten und Fischerdörfern nach Castries der Hauptstadt von St. Lucia. Dort, bei einem Stadtrundgang mit dem Besuch der Kathedrale mit ihrem schmiedeeisernen Gewölbe, und Bildern von einheimischen Heiligen, der Bibliothek aus dem 19. Jahrhundert, und dem Zentrum der Stadt, dem Derek Walcott Square benannt nach dem Literatur-Nobelpreiträger, fahren wir mit dem Taxi in das nähere Umland. Unser Taxidriver Damian fährt uns zu Caribelle Batik, wo einheimische Batik-Produkte erzeugt und verkauft werden. Zu Eudovic Art Studio, wo einheimisches Holz wie Zedern, Mahagoni, und Teak zu Kunsthandwerk verarbeitet wird. Einige seiner Objekte befinden sich in rennomierten Banken in den USA. Leider sind die interessanten Stücke sehr teuer, und die kleinen Andenken werden von Kindern hergestellt. Weiter geht es zum weltbrühmten Restaurant Green Parrot und Chefkoch Harry, wo wir einen herrlichen Ausblick über dir Hauptstadt Castries genießen können. Leider vergeht dieser Tag viel zu schnell. Wir kaufen in einem sehr urigen Plattenladen in der Stadt ein paar CDs mit "local music" Reggae und natürlich der Jahreszeit entsprechend St. Lucian Christmas Music. Mit dem Schnellboot fahren wir wieder entlang der Westküste, mit kurzem Stop in der berühmten Bucht Marigot Bay, wo Dr. Doolittle die rosa Riesenseeschnecke fand. Dies ist eine der schönsten Buchten St. Lucias, und bei den Yachten sehr beliebt. Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir wieder unser Hotel.


Mit einem fünfgängigen Abendmenü und einer guten Flasche Wein werden wir jeden Abend verwöhnt. Chefkoch Leon zaubert herrliche Gerichte aus Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse, verfeinert diese mit selbstgezogenen Kräutern und kreiert so lokale Köstlichkeiten mit internationalem Flair. Herrliche Desserts runden das Dinner ab. Das Personal ist sehr bemüht, fand meinen Namen "Sugar with Z" sehr amüsant, und somit verbringen wir gemütliche Abende bei etwas seichter Abendunterhaltung mit einheimischen Musikern, welche internationale Karibikhits auf traditionellen Musikinstrumenten spielen.



Ein weiterer Ausflug führt uns in die nahe Stadt Soufriere. Das Wassertaxi "Jungle" fährt täglich dorthin. Ein junger "Selbstständiger" verfolgte uns so lange, bis wir einer "Sightseeing-Tour" zustimmen. Diese war sehr interessant und führt uns vorbei an Kolonialbauten zu einem ehemaligen Herrenhaus einer Zuckerrohrplantege. Wir begegnen einer Schar Kindergartenkindern in Uniformen, einem Relikt der englischen Kolonialzeit.
Auch durch einen Stadtteil, wo ausschließlich die Ärmsten wohnen werden wir von Guide Charly geführt. Nach der schmalen Hauptstraße, im Hafen angekommen muß ich den unverschämt hohen Preis der Tour etwas herunterhandeln, damit wir uns noch bei einem Drink in einer Bar erfrischen können.

Sehr anstrengend, weil subtropisch heiß und feucht war der Rainforest Hike. Wir erfahren vieles über die Pflanzenwelt und die einheimischen Anbaumethoden welche die Lokalen Restaurants versorgen. Der üppige Regenwald steht unter Naturschutz und ist eigentlich für Besucher gesperrt. So werden wir von unserem Guide "Ranger" bei Obst und Gemüsefelder vorbeigeführt zu einem Seitenausfäufer des Regenwaldes. Nach einem kurzen Regenguß treten wir ein in die Welt der Ur-Vegetation mit ihren riesigen Bäumen und Farnen. Am Rande wachsen wilde Orchideen, Tillandsien, Hibiskus und alle bei uns exotischen Pflanzen.


Zwei Tage vor unserem Rückflug haben wir noch unseren ersten Nachttauchgang.
Daß wir unerfahren bei Nacht sind, spielt keine Rolle, und wir haben ein extra-Briefing von unsererm deutschen weiblichen Guide. Ausgestattet mit großen Unterwasserlampen und Leuchtsticks an den Preßluftflaschen tauchen wir bei Einbruch der Dunkelheit ein in das Hausriff.
Wir absolvieren zu fünft plus Guide einen beeindruckenden Nachttauchgang mit vielen Krabben, Muränen, Kugelfischen, Lobster, einem Aal, und schlafenden Parrotfischen und einem Drachenkopffisch. Der Tauchgang führt uns auf maximal 10 Meter bei 45 Minuten.
Ein tolles Gefühl, fast alleine bei Nacht im Riff zu schweben. Plötzlich fehlt ein Taucher. Unser Guide deutet uns, daß wir hier unter Wasser warten sollen. Sie taucht auf und versucht unseren Kameraden zu finden. Nach einigen Minuten sind wir wieder komplett. Nach dem Tauchgang erfahren wir, daß sich der Abgängige zu weit von uns entfernte, und doch eine zweite Tauchergruppe im Riff unterwegs war, wobei deren Guide, wie unserer auch mit zwei Leuchtsticks gekennzeichnet war, als er zum Guide aufschloß, bemerkte er, daß der Guide plötzlich eine schwarze Gesichtsfarbe hatte, und erschrak . Erst dann begriff er, daß er einer falschen Gruppe gefolgt war, tauchte auf, und schloß sich wieder unserer Gruppe an. Da alles gut ausging, fanden wir alle diese Episode sehr lustig.

Ein Reisebericht von Wilfried Zugar (Mudskipper)



Weitere Infos Hotel: Anse Chastanet
Weitere Infos Tauchbasis: Scuba St. Lucia




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